NEWS

Der Innovationspreis für digitale Bildung in der Kategorie Frühkindliche Bildung und Schule geht dieses Jahr an die Calliope gGmbH für den Lern-Computer Calliope mini und die Agentur für Bildung – Geschichte, Politik und Medien e. V. für das Webprojekt #uploading_holocaust. Beide teilen sich den ersten Preis, der mit jeweils 2.000 Euro Preisgeld dotiert ist. Der dritte Platz und ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro gehen an das Montessori Kinderhaus 3 Linden für das Projekt Mini-Digi.

Drei Projekte mit delina-Bildungspreis ausgezeichnet

Der Innovationspreis für digitale Bildung in der Kategorie Frühkindliche Bildung und Schule geht dieses Jahr an die Calliope gGmbH für den Lern-Computer Calliope mini und die Agentur für Bildung – Geschichte, Politik und Medien e. V. für das Webprojekt #uploading_holocaust. Beide teilen sich den ersten Preis, der mit jeweils 2.000 Euro Preisgeld dotiert ist. Der dritte Platz und ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro gehen an das Montessori Kinderhaus 3 Linden für das Projekt Mini-Digi. Das gab der Digitalverband Bitkom am Montag auf der Bildungskonferenz in Berlin bekannt.

Der Calliope mini ist ein Mikrocontroller, der für den Einsatz im Unterricht schon ab der Grundschule entwickelt wurde. Mit dem Gerät sollen Kinder die Fähigkeiten entwickeln, die sie benötigen, um eine zunehmend digitalisierte Welt mitzugestalten. Jedem Schulkind in Deutschland ab der dritten Klasse soll so ein spielerischer Zugang zur digitalen Welt ermöglicht werden. Calliope stattet bundesweit Pilotschulen aus und arbeitet mit Kultusministerien und Landesmedienzentren zusammen, um Medienkompetenz dauerhaft in den Lehrplänen zu verankern.

#uploading_holocaust ist ein multimediales Webprojekt, das herausfinden will, wie Jugendliche heute mit der Erinnerung an den Holocaust umgehen und wie sie sich eine zeitgemäße Erinnerungskultur im digitalen Zeitalter vorstellen. Via YouTube-Videos kommen deutschsprachige Jugendliche mit Schülerinnen und Schülern aus Israel in Kontakt und reflektieren vor diesem Hintergrund ihre Haltung in Bezug auf den Holocaust. Ziel von #uploading_holocaust ist es, Diskussionen in Gang zu setzen – nicht nur im Unterricht, in der Familie und in sozialen Medien, sondern auch über Ländergrenzen hinweg.

Das Projekt Mini-Digi des Montessori Kinderhauses 3 Linden belegte den dritten Platz. Im Projekt arbeiten zwei- bis sechsjährige Kinder in altersgemischten Teams gestalterisch und kreativ mit digitalen Medien. In einer mobilen Medienwerkstatt produzieren die Kinder Hörgeschichten sowie eigene Trickfilme, die sie in selbst organisierten Kinovorführungen präsentieren. Die Kinder übernehmen von der Entwicklung einer Geschichte über das Zeichnen eines Storyboards und der Gestaltung der Figuren und Kulissen bis hin zum Abdrehen der Geschichte mit Geräuschen und Sprechtexten alle Arbeitsschritte selbst.
Die beiden Siegerprojekte zeichnen sich nicht nur durch technische Innovationen aus, sondern vor allem durch eine professionelle didaktische Umsetzung. „Der Mini-Computer Calliope schafft die Möglichkeit, sich bereits in der Grundschule spielerisch mit dem Thema Programmieren auseinanderzusetzen, und leistet so einen Beitrag zu innovativem Unterricht über Fächergrenzen hinweg. Das Webprojekt #uploading_holocaust schafft neue Perspektiven für digital gestütztes kollaboratives Lernen im Geschichtsunterricht, das technisch und mediendidaktisch auf beeindruckende Weise umgesetzt ist“, sagt Bitkom-Geschäftsleiter Christian Kulick. Echtes Vorbild für eine kindgerechte Medienerziehung sei auch das Projekt Mini-Digi des Kinderhauses 3 Linden. „Alle ausgezeichneten Projekte sind richtungweisende Modelle für die Bildung von morgen.“

Der delina in der Kategorie Frühkindliche Bildung und Schule wird von Epitech als Sponsor unterstützt.

Teilen